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Selbstzahler-Leistungen - Einleitung

‍Als ‍Versicherte ‍in ‍der ‍gesetzlichen ‍Krankenversicherung ‍(GKV, ‍Krankenkasse) ‍erhalten ‍Sie ‍im ‍Rahmen ‍der ‍Mutterschaftsrichtlinien ‍klar ‍definierte ‍ärztliche ‍Leistungen. ‍Diese ‍Leistungen ‍müssen ‍wirtschaftlich, ‍ausreichend, ‍notwendig ‍und ‍zweckmäßig ‍(„WANZ“) ‍sein. ‍Eine ‍optimale ‍medizinische ‍Versorgung ‍ist ‍damit ‍NICHT ‍gewährleistet.


‍Im ‍Rahmen ‍der ‍Mutterschaftsvorsorge ‍sind ‍bei ‍unauffälligen ‍Schwangerschaften ‍ohne ‍Risiken ‍lediglich ‍drei ‍Vorsorge-Ultraschalluntersuchungen ‍in ‍der ‍ca. ‍10., ‍20. ‍und ‍30. ‍SSW ‍geplant. ‍Darüber ‍hinaus ‍sind ‍weiterführende ‍Untersuchungen ‍vorgesehen, ‍wenn ‍familiäre ‍oder ‍in ‍der ‍Vorgeschichte ‍begründete ‍Risiken ‍vorliegen ‍oder ‍eine ‍der ‍Mutterschafts-Vorsorgeuntersuchungen ‍einen ‍auffälligen ‍Befund ‍ergeben. ‍Die ‍genauen ‍Indikationen ‍sind ‍nach ‍Anlage ‍1c ‍II ‍2 ‍der ‍Mutterschaftsrichtlinien ‍derzeit:

‍„Gezielte ‍Ausschlussdiagnostik ‍bei ‍erhöhtem ‍Risiko ‍für ‍Fehlbildungen ‍oder ‍Erkrankungen ‍des ‍Fetus ‍aufgrund ‍von


  • ‍✓ultraschalldiagnostischen ‍Hinweisen
  • ‍✓laborchemischen ‍Befunden
  • ‍✓genetisch ‍bedingten ‍oder ‍familiär ‍gehäuften ‍Erkrankungen ‍oder ‍Fehlbildungen ‍in ‍der ‍Familienanamnese
  • ‍✓teratogenen ‍(fruchtschädigenden) ‍Noxen
  • ‍✓oder ‍als ‍Alternative ‍zur ‍invasiven ‍pränatalen ‍Diagnostik“

Aber auch bei unauffälliger Familienvorgeschichte und normalem Schwangerschaftsverlauf können Fehlbildungen oder Entwicklungsstörungen auftreten. Statistisch gesehen haben 4% (1 von 25) der lebendgeborenen Kindern eine Fehlbildung (allerdings werden auch vergleichsweise „ungefährliche“ Fehlbildungen wie z.B. ein „Storchenbiss“ (Blutschwamm) oder Hautanhängsel dazugerechnet).

Eine weiterführende differenzierte Organdiagnostik z.B. ist deutlich umfangreicher als die normale Screeninguntersuchung im II. Trimenon und kann Fehlbildungen erkennen, die beim Screening nicht auffallen müssen.

Dies gibt uns in vielen Fällen die Möglichkeit, ihr Kind unmittelbar nach Geburt optimal in einem Zentrum zu betreuen (z.B. bei einem Herzfehler oder einem „offenen Rücken“).


Daher besteht die Option, bei Fehlen einer Indikation nach den Mutterschaftsrichtlinien solche Untersuchungen auf Wunsch durchführen zu lassen. Diese Leistungen werden nicht über die Versichertenkarte abgerechnet, sondern müssen privat bezahlt werden.

Die Kosten der medizinischen Leistungen können Sie bei uns nach der Untersuchung bargeldlos mittels EC-Karte oder (in Ausnahmefällen) auch bar bezahlen. Eine spätere Bezahlung per Rechnung ist leider nicht möglich.



Wichtig:


Vergleichen Sie vor Ihrer Entscheidung, wo Sie diese Untersuchungen durchführen lassen möchten, nicht nur die Kosten, sondern auch genau die angebotenen Leistungen. Besonders beim Ersttrimester-Screening gibt es deutliche Unterschiede im Leistungsumfang (z.B. Zusatzparameter).

Schwangere mit Ultraschallbild

© Dr. Bernd Berschick 2019

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